1. 185-Fahrgeschäfte Martinimarkt Parchim
    Kultur & Tourismus
    Parchimer Martinimarkt

    Der Parchimer Martinimarkt gehört zu den größten Jahrmärkten in Mecklenburg und lockt jährlich tausende Besucher aus nah und fern in die Stadt. Mit einem attraktiven Mix aus Action, Spaß, Unterhaltung und Kulinarischem macht der Martinimarkt jedes Jahr im November seinem guten Ruf alle Ehre und endet nach 4 Tagen Spektakel mit einem farbenfrohen Höhenfeuerwerk.

Parchimer Martinimarkt 2017

3. bis 6. November auf dem Festplatz Bergstraße

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Der 'Encounter' ist 2017 die Hauptattraktion auf dem Martinimarkt. © Karl Häsler

Parchim. „Zombie“, „The Beast“ und „Crazy Jumbo“ sind nur einige der neuen Garanten für spektakulären Spaßfaktor. Vom 3. bis 6. November ist es endlich wieder so weit. An den vier Tagen ist Mecklenburgs größter Jahrmarkt einmal mehr Anziehungspunkt für jedermann – egal ob Actionfan oder Glühweinliebhaber. Der Parchimer Martinimarkt bietet diesen unvergleichlichen Mix aus „Budenzauber“, verrückten Karussellfahrten und Schlemmerangeboten, der einfach jeden in seinen Bann zieht. Dabei verwandelt sich der Festplatz an der Bergstraße einmal mehr in einen gigantischen Vergnügungspark. Dafür sorgen mehr als 80 Schausteller mit teils schrillen Fahr-, Lauf- und Schaugeschäften. Darunter auch ein völlig neues Showkonzept: der Encounter. Eine alte, leicht angerostete, gigantisch-wirkende Maschine. Die Gäste befinden sich in einer hörspielartigen Jagd auf ein Alien in völliger Dunkelheit. Dank vieler Nebeneffekte wird die Hauptattraktion zu einer perfekten Illusion voller Furcht und Angst, ohne Blut und Gewalt – nur durch die Fantasie der Gäste.

Die kleinen Besucher kommen in diesem Jahr ebenso auf ihre Kosten wie Liebhaber von griechischen Spezialitäten und handgebackenen Leckeren. Abgerundet wird das Spektakel traditionell am letzten Tag mit einem farbenprächtigen Höhenfeuerwerk.


Die diesjährigen Neuheiten auf einen Blick:

  • „Encounter“, Inhaber Karl Häsler, Gruselshow mit „unheimlichen“ Special Effects
  • „Zombie“, Inh. H. O. Grass, Erlebnis-Geisterbahn
  • „Die große Spassfabrik“, Inh. Alwin & Monika Zinnecker, Lauf- und Belustigungsgeschäft
  • „The Beast“, Inh. Adriano Rasch, Schaukel- oder Überkopf-Fahrt
  • „Crazy Jumbo“, Inh. Thomas Weber & Sohn, Familien-Hoch-Rundfahrgeschäft
  • „Magic“, Inh. Meyer & Sohn GbR, Rundfahrgeschäft
  • „Tingel-Tangel”, Inh. Yvonne Schröder, Travestie Cabaret
  • „Griechische Spezialitäten“, Inh. M. Brockelmann
  • „Handbrotbäckerei“, Inh. M. Dorn


Die Öffnungszeiten des Parchimer Martinimarktes:


Die offizielle Eröffnung des Martinimarktes erfolgt am Freitag (03.11.) durch den Bürgermeister Dirk Flörke um 17 Uhr und wird durch den Spielmannszug des SV Einheit 46 Parchim e.V. begleitet.

Freitag 03.11.2017 14:00 bis 00:00 Uhr
Samstag 04.11.2017 13:00 bis 01:00 Uhr
Sonntag 05.11.2017 10:00 bis 22:00 Uhr
Montag 06.11.2017 14:00 bis 22:00 Uhr


Am Sonntag, dem 05.11.2017, findet von 10.00 bis 18.00 Uhr der traditionelle Händlermarkt auf dem Friedhofsweg statt.


Martinimarkt-Ticket für Bahnreisende


Besucher von außerhalb können auch in diesem Jahr wieder das „Martinimarkt-Ticket“ in Anspruch nehmen und bequem mit der Bahn anreisen. Dafür stellt die ODEG im Zeitraum vom 3. bis 6. November 2017 zusätzliche Züge zur Verfügung: die Linie RB13 von Rehna über Schwerin nach Parchim sowie die Linie RB14 ab Hagenow über Ludwigslust nach Parchim. Der Preis von nur 9 Euro gilt jeweils für die Hin- und Rückfahrt. Zudem steht die Buslinie 77 von der Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim bereit, welche die Bahnreisenden vom Parchimer Bahnhof direkt zum Festgelände in die Bergstraße und wieder zurück bringt. Aktuelle An- und Abfahrtszeiten sind online zu finden: www.odeg.de


Parkmöglichkeiten:

  • Großparkplatz Meyenburger Straße (gebührenpflichtig, unbewacht, Parkleitsystem)
  • Großparkplatz Nord (Burgdamm)
  • Großparkplatz Süd (Fischerdamm)

Ab Freitag, dem 03.11.2017, 13:00 Uhr, bis einschließlich Dienstag, dem 07.11.2017, 8:00 Uhr, kann gebührenfrei auf bewirtschafteten Parkplätzen geparkt werden (außer dem Parkplatz an der Meyenburger Straße → gebührenpflichtig unbewacht).

 

 

Mecklenburgs größter Jahrmarkt

183-Eröffnung Martinimarkt 2015 durch Bürgermeister Dirk Flörke
© Stadt Parchim

Heute hat sich der Parchimer Martinimarkt zu einer der größten Attraktionen seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und verfügt über eine regionale Ausstrahlung weit über die Stadt und den Landkreis hinaus. Er findet jedes Jahr im November statt, wird durch die Stadtverwaltung ohne Gewinnabsicht organisiert und hat die alleinige Zulassungsberechtigung für die Veranstaltung.

Jährlich gehen über 400 Schaustellerbewerbungen aus ganz Deutschland und Holland ein, wobei ein gewähltes Komitee über die Vergabe von ca. 80 Plätzen entscheidet. Dabei setzt die Stadt auf einen attraktiven Mix aus Action, Spaß, Unterhaltung und Kulinarischem. Im Ergebnis entsteht jährlich ein Vergnügungsangebot von diversen High-Tech-Fahrgeschäften bis hin zu traditionellen Jahrmarktständen, was letztendlich auch die besondere Jahrmarktatmosphäre ausmacht.

184-Fahrgeschäft Martinimarkt Parchim
© Stadt Parchim

186-Altes Karussell Martinimarkt Parchim
© Maik Wesenberg

 

 

Kontakt

Stadt Parchim

Blutstraße 5 | 19370 Parchim | Tel.: 03871 71326 | Fax: 03871 71313

E-Mail: gabi.wolff@parchim.de

Verkehrsinformationen

Einfahrgenehmigungen

Der Friedhofsweg wird ab Mittwoch, dem 01.11.2017, vollgesperrt. Dann kann der Citybus die Haltestellen Friehofsweg und Bergstraße nicht anfahren, sondern nur den Ostring.
Ab Mittwoch, dem 01.11.2017, bis einschließlich 06.11.2017 enfällt die Parkmöglichkeit am Parkplatz Busbahnhof.
Am Sonntag, dem 05.11.2017, kann der ZOB durch den Busverkehr nicht angefahren werden.

Während des Martinimarktes sind die Zufahrtsstraßen Bergstraße, Pestalozziweg, Friedhofsweg, und Vogelsang für den Fahrzeugverkehr wieder voll gesperrt.

Bewohner, Garagenbesitzer und Firmen innerhalb des oben genannten Bereiches und die Kindertagesstätte „Spielland Anne Frank“ werden gebeten, sich ab 25.09.2017 zu den Öffnungszeiten im Stadthaus,

Blutstraße 5, Zimmer N 320, entsprechende Einfahrgenehmigungen zum Befahren der abgesperrten Bereiche ausstellen zu lassen.

Montag → 09.00 – 12.00 Uhr
Dienstag → 09.00 – 12.00 Uhr und 13.30 – 16.30 Uhr
Donnerstag → 09.00 – 12.00 Uhr und 13.30 – 17.00 Uhr

Mittwoch und Freitag geschlossen

Zur Erteilung der Einfahrgenehmigungen sollte der Personalausweis vorliegen und das/die Kennzeichen sind anzugeben.

Eine telefonische Beantragung kann unter 03871 - 71 327 oder 71 311 ebenfalls erfolgen. Dazu sind der Name und die Adresse des Antragstellers und das/die Kennzeichen anzugeben. Die Genehmigungen werden gebührenfrei erteilt und können auch in Vertretung abgeholt werden.

HINWEIS: Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung können nur so viele Einfahrtsgenehmigungen ausgestellt werden, wie auch Parkfläche beim Antragsteller zur Verfügung stehen.

Deshalb möchten wir darauf hinweisen, dass jeder Antragsteller an den Tagen des Martinimarktes Sorge trägt, dass diese Parkmöglichkeiten auf dem eigenen Grundstück vorgehalten werden.
Behinderungen im angegebenen Bereich sind aus den oben genannten Gründen verkehrsrechtlich zu ahnden.

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© Wolfgang Saß

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© Stadt Parchim

Geschichte Parchims Märkte

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© Willi Voß

Parchim ist seit Urzeiten der zentrale Marktplatz der Region. Seit dem Jahr 1370 handelten Händler auf Märkten in Parchim. Ende des 16. Jahrhunderts fand bereits 2-mal jährlich ein Markttreiben in Form von Warenmärkten verbunden mit Viehverkäufen  in der Altstadt statt.

Die Besonderheit des Martinimarktes besteht in der überregionalen Handelstätigkeit gepaart mit der sogenannten „Terminzeit“, zu der nach Abschluss der jährlichen Feldarbeiten Jahresverträge, Zinsen oder Fälligkeiten terminiert waren. Verbrauchte Geräte konnten auf dem Markt ersetzt und Wintervorräte angelegt werden.

Das die Märkte sich zu Volksfesten mauserten, belegt eine Schulordnung der Großen Stadtschule von 1741. So wurden in der Ferienordnung extra freie Tage für den Martinimarkt festgesetzt, denn zum reinen Warenge- schäft kamen nach und nach Schaubuden, Schießstände und Attraktionen wie „Franziska die Büßerin“ in Begleitung von Drehorgelmusik.

Einmalig ist in Parchim die Kontinuität des Martinimarktes, über den gesamten Zeitraum und verschiedene politische Systeme hindurch, die nur durch Seuchen, Kriege oder Naturkatastrophen unterbrochen werden konnte. Die Ausstrahlung über Mecklenburg-Vorpommern hinaus bis Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg ist über Jahrhunderte belegt.

Einen Aufschwung bekam der Martinimarkt nach dem ersten Weltkrieg. So wurde er in den 20iger Jahren zu einem beliebten Volksfest. Schon von weitem wurde man in der Langen Straße/Ecke Bleicherstraße mit Leierkastenmusik begrüßt und ab hier begannen in Richtung Mönchhof die Schaubuden. In einem sogenannten Hippodrom konnte man seine Reitkünste unter Beweis stellen. Auf dem Neuen Markt standen Karussells und Luftschaukeln und in der Nähe der Marienkirche das spaßige Teufelsrad.

In den 30iger Jahren zog anstelle von Menschenkraft und Pferdestärken nun auch die Technik ein, mit der Avus-Bahn (Autoscooter) und dem Wiener Sportrad (Riesenrad). Lautsprecher schallten anstatt der Drehorgel.