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Parchim war im Mittelalter neben Rostock die Stadt mit dem
größten Landbesitz in Mecklenburg. Der gesamte
Landbesitz wurde mit 14.890 ha benannt. Es ist so auch verständlich,
dass ca. 3.000 ha Waldbesitz in diesem Flächenvermögen
durchaus ein Aktivposten war und bis zum heutigen Tage erhalten
ist.
Die Stadtforst Parchim bewirtschaftete nach Aussagen des „Deutschen
Försterhandbuchs" bis 1949 2.964 ha Wald. Die Anordnung
über die Bildung der Vereinigung Volkseigener Güter
vom 15.06.1949 beendete die Eigentumsrechte der Kommunen deren
Waldbesitz mit der Verordnung über die Bildung der Staatlichen
Forstwirtschaftsbetriebe (StFB) vom 14.02.1952 in deren Verwaltung
überging, verstaatlicht wurde. Nach der Wiedervereinigung
Deutschlands stellte die Stadt Restitutionsansprüche.
1993 erfolgte die Rückübertragung und zum 01.05.1993
wurde der Stadt Parchim ihr Waldeigentum zur eigenständigen
Bewirtschaftung übergeben.
Die Verwaltung und Bewirtschaftung des städtischen Waldbesitzes
obliegt einem Oberförster, zwei Revierförstern und
einer Bürokraft. Es sind durchweg Bedienstete der Stadt,
so auch sieben Forstwirte. Sie stehen in der Pflicht, eine
nachhaltige, naturnahe, aber auch ertragsorientierte Waldbewirtschaftung
zu betreiben.
Bis zur Enteignung wurde die Stadtforst von einem Forstsenator,
einem Stadtoberförster und vier Stadtförstern geleitet.
Ihre Aufgabenstellung war eine ähnliche wie heute, wobei
die finanziellen Gewinne mit ein Standbein des städtischen
Haushalts war, was heute absolut nicht möglich ist. Ein
ausgeglichenes Betriebsergebnis ist als sehr positiv zu werten.
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