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02.05.2019

Wiesenflächen als Lebensraum stärken

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Zukünftig werden ausgewählte Rasenflächen in der Stadt seltener gemäht, damit sich Bienen und anderen nützlichen Insekten mehr (Lebens-)Raum zur Entfaltung bietet. © Stadt Parchim

Parchim. In der heutigen Zeit rückt das Thema „Bienen und andere nützliche Insekten“ immer mehr in den Fokus. Wie in den vergangenen Jahren von diversen Medien und verschiedenen Organisationen bereits berichtet wurde, ist ein starker Rückgang dieser Insekten zu verzeichnen. Nach vorgenommenen Forschungen ist der Rückgang von Lebensräumen und Futterpflanzen einer der Hauptgründe dafür.

Eine Ursache darin, dass sich Wildblumen – die sehr reich an Nektar sind – nicht richtig entwickeln können, liegt in der intensiven Pflege von Rasenflächen begründet. Diese werden schlichtweg zu häufig gemäht.

Die Stadt Parchim hat sich deshalb zusammen mit Imkern aus der Region intensive Gedanken zu dieser Thematik gemacht. Erste Maßnahmen für einen verbesserten Lebensraum der Bienen und andere nützliche Insekten wurden bereits eingeleitet. So sollen u. a. ausgewählte Rasenflächen von städtischen Grünanlagen zukünftig nicht mehr so häufig gemäht werden. Rasenflächen, auf denen es möglich ist, werden nur noch zweimal im Jahr gemäht. Auf diesen Flächen sollen sich wieder vermehrt Wildblumen ansiedeln, um so aufs Neue zu einem artenreichen Lebensraum für viele Pflanzen, Insekten und andere Tiere zu avancieren.

Die Stadt Parchim wird in der Folge weitere Flächen auswählen, wie beispielsweise Areale, die sich an Randgebieten zur freien Landschaft befinden oder sogar Teilflächen in Parkanlagen, die entsprechend nur noch extensiv gepflegt werden, um somit der Natur wieder zur Verfügung zu stehen.

Auf einigen dieser Flächen werden in den nächsten Jahren abschnittsweise Blumenwiesen angelegt. Die  Auswahl der geeigneten Saatgutmischungen wird mit den ortsansässigen Imkern abgestimmt.

Die Stadt Parchim hofft, dass das aktuell gestartete Projekt viel Zuspruch erhält und mit dazu anregt, den heimischen Rasenmäher doch das eine oder andere Mal stehen zu lassen. Die Bürgerinnen und Bürger werden überrascht sein, was plötzlich alles in ihrem Rasen (und Garten) zu blühen anfängt.