Allgemeines

Stadtforst Parchim

Sonnenberg Vietingshöhle
© Stadt Parchim

Große Bekanntheit erlangte der Parchimer Stadtwald durch den Douglasienanbau, der ab 1882 unter dem Forstsenator Wilhelm Evers in Parchim begann und heute beeindruckende Ergebnisse vorweisen kann. Nach Meinungen von Fachleuten liegt dies an den optimalen Wuchsbedingungen. Der Douglasienbestand ist ein beliebtes Ausflugsziel für Besucher und von Interesse für die Wissenschaft.
Nadelholz
Die Gemeine Kiefer ist die Betriebshauptbaumart mit 44,3% Anteil an allen Holzbodenflächen. Dritthäufigste Baumart ist bereits die Douglasie mit 6,4% Anteil. Die Lärche folgt mit 4,8%, Fichte mit 2,7% und sonstige Nadelholzarten mit in Summe 1,1%.

Laubholz
Zweithäufigste Baumart im Gesamtbetrieb ist die Rotbuche mit insgesamt 28,2% Flächenanteil. Zweithäufigste Laubbaumarten sind die Vertreter der Eichen mit insgesamt 5,3%. Alle anderen Laubbaumarten kommen in Summe auf 6,8% der Fläche. Blößen sind auf etwa 0,5% der Holzbodenflächen vorhanden, insbesondere forciert durch die Borkenkäferkalamitäten bei der Fichte.

Zur Betrachtung der Flächenanteile einzelner Baumarten wird lediglich der Anteil der Holzbodenfläche verglichen!

Besonderheiten des Parchimer Stadtwaldes

  • Die grüne Lunge von Parchim: Der Stadtforst Parchim sind laut Forsteinrichtung vom Stichtag 01.01.2021 insgesamt 2972,23ha
    forstliche Betriebsfläche zugeordnet, von denen 2823,70ha tatsächliche Holzbodenfläche sind. Die 148,53 ha Nichtholzbodenflächen sind durch Gewässer, Ackerflächen im Wald, Wildwiesen und ähnliches begründet. Das bedeutet, dass der Anteil von Wald an den
    Flächen der Stadt Parchim 22,52% beträgt.
  • Nachhaltig und im Sinne des Klimaschutzes: Die tatsächliche Nutzung von Holz im Stadtforst lag in den letzten Jahren unter dem jährlichen Zuwachs. Damit sorgen wir für eine Waldmehrung und Luftreinhaltung für unsere nachfolgenden Generationen.
  • Natur pur und für die Artenvielfalt: Auf dem Gebiet des Sonnenberges befindet sich ein 7 ha großes Naturwaldreservat. Hier finden keine forstwirtschaftlichen Nutzungen statt.
  • Historisch Besonders: Im Jahr 1881 kam das erste Kilogramm Douglasiensamen beim Forstsenator Evers in Parchim an. Der Grundstein für den Douglasienanbau - eine Baumart, die eine gute Anpassung an trockene und heiße Sommer mitbringt. Mit Blick auf die Klimaveränderungen sollen u.a. auch mehr Douglasien angebaut werden.
  • Wahre Riesen in Europa: die größten Exemplare der Douglasien im Parchimer Stadtwald erreichen eine Höhe von über 58 m, einen Durchmesser von bis zu 129 cm und ein Volumen von 22 Festmetern.
  • Wissenschaftlich spannend: Genetische Untersuchungen haben ergeben, dass der Ursprungsort der Parchimer Douglasien die Olympic-Halbinsel im Nordwesten des Bundesstaates Washington/USA ist.

Wissenswertes aus den Parchimer Wäldern - Der Oberförster berichtet

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